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Hier findest Du alles rund um Wiesbaden. In den Kategorien links  haben wir bereits eine kleine Auswahl an Themen getroffen. Klick Dich in Ruhe durch und genieße das außergewöhnliche Flair dieser Stadt ab sofort auch online. Viel Freude!

Rien ne va plus - Spielbank Wiesbaden

Rien ne va plus - Spielbank Wiesbaden

Ich stehe zu Hause vor meinem Kleiderschrank und mal wieder muss ich feststellen, dass ich nichts zum Anziehen habe. Grübelnd schiebe ich die Bügel auf der Stange hin und her und plötzlich fällt es mir ins Auge: das „Kleine Schwarze“. Wie lange habe ich dieses Kleid nicht mehr getragen, frage ich mich, als ich es anziehe und mit Verrenkungen versuche den Reißverschluss nach oben zu ziehen. So finde ich mich vor dem großen Spiegel meines Kleiderschrankes wieder, in meiner gemusterte Lieblingsstrumpfhose und dem schwarzen Kleid geziert mit der schlichten Kette meiner Oma.
„Casino-Royal“ denke ich, mache eine coole James-Bond-Pose vor dem Spiegel, schnappe meine kleine Glitzerhandtasche, werfe mir die Jacke über und laufe Richtung Innenstadt, wo mich bereits meine Freundinnen erwarten. Unser heutiges Ziel sind nicht die Kneipen oder Kleinkunstbühnen der Stadt; heute machen wir einen richtig schicken Spielbank-Abend, denn wir wollen den Jackpot knacken.

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Nachdem wir bei der einen oder anderen Flasche Sekt unsere Taktik ausgeklügelt haben, machen wir uns kichernd auf Richtung Casino. Noch nie bin ich in der Spielbank von Wiesbaden gewesen, obwohl ich schon so oft im Kurhaus-Foyer gestanden und mich gefragt habe, wie es wohl dahinter aussieht. Gespannt geben wir unsere dicken Wintermäntel an der Garderobe ab und stellen uns an der Kasse an, noch zwei Herren sind vor uns.
Alle unsere Ausweise sind erfasst und mit dem personalisierten Eintrittsticket treten wir durch die schwere Holztür. Mein erster Blick schweift über die pompösen Kronleuchter und die vielen grünen Spieltische, an denen die Leute sitzen. Von der Decke hängen neben den Kronleuchtern, goldene Lampenschirme, die mit Fransen verziert sind. Diese Lampen waren mit Sicherheit damals sehr edel, heute würde man sie durch die Fransen wohl schon fast wieder als modern oder retro bezeichnen. Irgendwie strahlt der mit viel Holz versehene Raum eine gewisse Gemütlichkeit aus. Wahnsinn, dass hier bereits der Schriftsteller Fjodor Dostojewski und andere berühmte Persönlichkeiten ihr Glück versuchten – heute sind wir dran.

Ich vernehme das Klappern der Jetons, das aus allen Richtungen kommt. Es ist unterlegt von einem Gemurmel. Gefühlt trifft eine unruhige Anspannung hier auf eine konzentrierte Ruhe der Spieler. Nachdem wir eine Runde durch den Saal gelaufen sind und uns einen kleinen Überblick über die verschiedenen Spielmöglichkeiten, wie zum Beispiel „Roulette“ oder „Black Jack“ gemacht und uns an der Bar auch direkt mit einem Prosecco angestoßen haben, führte uns der Weg direkt zur Umtauschkabine.

Mein Limit für heute sind 50 €, die Dame am Counter schiebt mir freundlich die bunten Chips entgegen. Die Jetons sicher in der einen Hand und meine Handtasche in der anderen gehen wir in Richtung des hinteren „Roulette-Tisches“, den wir uns bereits beim Prosecco ausgesucht hatten. Grob kenne ich die Regeln und gebe meinen Freundinnen eine kurze Einweisung, freundlich korrigiert mich ein Mann, der neben uns steht und auch sein Glück auf dem Feld voller roter und schwarzer Zahlen versucht.
So spielen wir einige Runden, setzen auf unsere Geburtstage oder andere Festlichkeiten, gewinnen einen ganzen Stapel Jetons, verlieren diesen aber auch sehr schnell wieder, probieren neue Techniken aus, die wir uns bei den anderen Spielern abgucken und freuen uns über jeden Jeton, den wir nach einer Runde zusätzlich auf unserem Stapel liegen haben und versuchen trotz riesiger Freude bei auch den kleinsten Gewinnen nicht zu überheblich neben denen zu wirken, die das Spiel ernster nehmen als wir.

Als die erste kleine Müdigkeit einsetzt schaue ich auf die Uhr und bin erschrocken, wie spät es schon ist. Der Saal hat sich bereits geleert und auch wir machen uns auf in Richtung Ausgang. Keine von uns geht mit dem Jackpot nach Hause, aber mit einem breiten Lächeln im Gesicht, denn wir haben einen tollen Abend miteinander verbracht. Es war einfach mal ein schicker Abend der etwas anderen Art.

 

Weltwassertag

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Henkell – eine Weltmarke in Wiesbaden zu Hause

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